Donnerstag, 24. Mai 2018

Die DSGVO kommt und alle laufen weg

Na super! Was ist denn hier los? DSGVO und alle laufen kreischend im Kreis.
Hm.
Hab’ ich was verpasst?



Okay, okay, ich will es nicht kleinreden. Diese ganze Datenschutz-Trallala-Geschichte geht auch mir solide auf den Zeiger.
Also habe ich mich hingesetzt, darüber gelesen, was so auf Anhieb aufpoppte … danach war ich um nichts klüger. Dann war ich in einem Workshop zum Thema. Das war einigermaßen informativ, geholfen hat es mir vorerst mal nicht wirklich.
Also habe ich weiter gelesen und dann ..

.. habe ich darüber nachgedacht und so gut ich es halt verstanden habe Aktionen gesetzt, die offensichtlich und auch verständlicherweise notwendig sind.
Punkt.

Ist wie eine Steuererklärung. Ein Besuch beim Zahnarzt. Unangenehm. Mussabersein.

Kreischend im Kreis rennen hilft da wenig.

Aufhören zu Bloggen scheint mir da irgendwie eine krasse Konsequenz. Es sei denn der Saft war vorher schon raus. Dann, ja dann macht es Sinn.
Es ist ein wenig wie aufhören mit dem Autofahren, weil man den Führerschein machen muss. (hoffentlich trete ich mit diesem Vergleich niemandem auf die Füße. Das ist nicht meine Absicht.)

Ich wiederhole, ich verstehe, wenn das ein VERDAMMT UNGEWOHNTES THEMA ist für die meisten von euch (Für mich auch. Ich bin kein Jurist.) Gesetzestexte und derlei hat frau im Alltag zum Glück nicht dauernd und überall um sich (sind nämlich superfad).

Aber ganz ehrlich: Das schafft ihr!
Hinsetzen, Zeit nehmen, dazu einen Kaffee und ein Stück Kuchen (ich gehe hier ein wenig von meinem Verhalten aus) und durch ….

Und abgesehen davon:
mit dem Datenschutz sollte man sich - ganz ehrlich - sowieso auseinandersetzen.

Und zwar ernsthaft
vor allem, wenn man Kinder hat
und nicht nur einmal

Ihr schafft das!


Mittwoch, 23. Mai 2018

Nachtrag zur wilden Hose

Mehrmals wurde ich in meinem letzten "wilde Hose" - Post danach gefragt, wie denn der Stoff aus der Nähe genau aussehe und vor allem, ob ich doch mal den Bund zeigen könnte.

Also hier mal der Stoff für euch:


Da ich mit derlei wildem Gemustere praktisch - Denkpause - keine Erfahrung habe, war und ist diese Hose ein Test für mich. Zum einen: gefällt mir das? zum Anderen: trage ich sowas?
Frau weiß ja schließlich, dass dieserlei Dinge nicht notgedrungen Hand in Hand gehen.
Zumindest nicht bei mir.

Outcome soweit: der Stoff sieht angezogen wilder aus, als ich dachte. Die dezenten Farben machen das Teil aber lässig. Da das Material einfach ein Traum ist - ich muss das ehrlich noch einmal erwähnen - trage ich sie für mich schon leicht überraschend gerne. Zudem fühle ich mich einen Hauch sexy. Kein Scheiß!
Einstweilen trage ich sie nur daheim, allerdings könnte sich das ändern, wenn die Temperaturen klettern.

Nun zum Bund:


Die erste Hose dieser Art war oben knapp eingeschlagen und mit einem Gummiband (dünn) versehen, dazu gab es Gürtelschlaufen und einen Stoffgürtel aus dem Stoff der Hose. Meiner Erfahrung dabei war, dass das Band ein wenig nervte, weil rumbaumelte und der Gummi alleine nicht stark genug war um die Hose in Position zu halten.

Deswegen habe ich diesmal etwas anderes probiert. Ein breites goldenes Gummiband, das mir irgendwann mal nachgelaufen ist, schien perfekt.
Den Gummi habe ich mir um die Taille in der passenden Länge markiert, zusammengenäht und dann erst an die Hose dran - erst gesteckt, dann genäht.

Diese Hose rutscht nicht!


Ich hoffe diese Art des Bundes ist euch nicht zu "faul". Zipp, Knopf und Trallala sind aber für eine derartige Hose einfach nicht passend und sie sind auch im Originalschnitt nicht vorgesehen.

So, ich hoffe eure Fragen hiermit noch beantwortet zu haben. 
Bis bald!




Dies ist ein Nachtrag zu diesem Post:


Dienstag, 22. Mai 2018

Wortkunst am Shirt

Ich bleibe dabei und zeige euch auch weiterhin die Shirts, die ich für meinen mittlerweile 13-jährigen Sohn nähe und gestalte. Schließlich gibt es auch in anderen Familien häufig einen "Markt" für "Ungemustert und schlicht", oder?
Er hatte sich den olivgrünen Stoff rausgesucht und auch die Bündchenfarbe hat er selber gewählt. Das Shirt lag fertig genäht eine ganze Weile herum, weil wir noch auf der Suche nach einer coolen Idee waren. Denn auch der kleine Mister ist generell einer kleinen Dosis Pepp durchaus nicht abgeneigt.

Und dann habe ich ihm mein "Design" Pinterest-Board gezeigt. Da hatte ich nämlich vor ein paar Monaten wirklich lässig Wortdesign-Spiele gefunden. Und die passen dann ausnehmend gut auf ein dezentes bloß-nicht-zu-viel-Shirt.

Hier ein paar Wort-Design-Beispiele für euch.


Weitere Beispiele findet ihr gerne auf meinem Pinterest Board.
Laßt euch inspirieren!

PS: kleine Anmerkung: das "win" ist gar nicht so grell, wie es auf den Fotos
den Anschein hat. Die Folie reflektiert einfach das Licht so stark.




Arbeitszeit:  1,5 h 
Materialkosten:  ca. 20 €
Anzahl der benötigten Maschinen/Geräte: 5




Montag, 21. Mai 2018

Stadt und Land Versorgung - Restaurants, Bistro & Co.

Heute schildere ich euch wie es hier bei mir, mitten im Vierten Bezirk. Sehr zentral, mitten in einer der größten deutschsprachigen Städte der Welt.
Mit dem Essen.


Hier bei mir gibt es wohl viele kleine Betriebe. Agenturen und derlei. Auf jeden Fall arbeitet hier eine beachtliche Zahl an Menschen. Und mittags wollen die alle mit Mahlzeiten versorgt werden.
Und so kommt es wohl, dass ich mitten in einem Wir-versorgen-dich-gerne-Schlaraffenland lebe.

Das beginnt beim Frühstück. In sehr entgegenkommender Nähe gibt es reichlich Möglichkeiten eine Freundin zum Frühstück zu treffen. Das geht klassisch im Kaffeehaus oder auch mal glutenfrei. Alles ganz einfach, alles nah. Frau sitzt dann gemeinsam im Schanigarten und schaut kaffeeschlürfend und eilöffelnd den anderen beim Vorbeigehen zu. Sehr angenehm!


Will ich mal mittags nicht kochen, dann kann ich wählen zwischen Wirtshaus und Steak-Schicki-Micki-Restaurant einerseits, asiatisch, koreanisch von Schick bis muffeligem Take-Away andererseits oder ich durchforste eine Vielzahl an bio-vegan-anti-allergie Hütten, die, ich muß es zugeben, erstaunlich gutes Essen anbieten.


Bei den Kindern enorm beliebt ist das Eisgeschäft. Wen wunderts. Gerne gehen sie mit Freunden dorthin und kommen dann glücklich und mit Schokogoscherl retour.

Neuerdings essen wir auch wieder Pizza. 2 Häuser neben der Tanzschule (wir gehen wieder!) hat eine neapolitanische Meister Pizzeria eröffnet. Und, naja, es ist schon eine sehr angenehme Geschichte, dass wir da vom Kurs über die Pizzeria nach Hause gehen und so dann mit einer Familienportion Italien dort auftauchen.
Ideal!


Die schiere Zahl der Lokale läßt darauf schließen, dass es einen Bedarf gibt. Und ich kann bestätigen, dass die Schanigärten in der Saison nie leer sind.
Es funktioniert also.

Dies wollte ich euch mal kurz zum Thema Versorgung zukommen lassen. Ist ja schließlich nicht überall so.

Wie ist das bei euch?
Das kann ja doch nicht überall so sein!
Mahlzeit!







Donnerstag, 17. Mai 2018

Weite Hose im wilden Look

Die letzten Jahre hatte ich im Sommer eine ganz klare Lieblingshose. Diese hier. Nun ist dieses Stück aber letztes Jahr schlicht auseinandergefallen und zwar an unflickbarer und gesellschaftlich inakzeptabler Stelle.

Und so muß Nachschub her. Diesmal mache ich mir nicht nur eine!
Den Anfang macht ein Stück, dass wohl recht auffällig und auch ungewöhnlich ist.




Vom Stil her wollte ich etwas wagen. Etwas für die hippen Tage. Zum Material: seufze ich einfach nur laut. Das ist ein handbedruckter Hauch von einem Traum, einfach nur fantastisch. Gefunden im Stoffsalon.
Überraschenderweise kommt dieses Stück bei meinem tendenziell konservativen Ehemann ausnehmend gut an! Frau lernt nie aus! ;-)

Ich werde diese Hose sicher nicht an jedem Tag tragen .. aber an ganz bestimmten, den etwas wilderen, ja, ich denke, da werden wir zu sehen sein. Fix!

Hose aus dem Buch "Nähen im japanischen Stil" von Shufu To Seikatsu Sah
Stoff gefunden im Stoffsalon. Das ist ein handbedruckter Baumwollstoff von Merchant and Mills.


Ein kleinen Unsinn muß ich euch noch kurz unter die 
Nase halten. Ich stehe es mir momentan irgendwie
auf Bokeh-Effekt. Bitte nicht verurteilen! Es vergeht
sicher wieder! Aber jetzt ist es einfach gerade so ein
irrer Spaß!! :-)




Arbeitszeit:  1,5 h 
Materialkosten:  ca. 30 €
Anzahl der benötigten Maschinen/Geräte: 2








Mittwoch, 16. Mai 2018

Wenn es mal schiefgeht oder die "Wahrheit" über das Nähen

Zur Zeit ist bei mir Nähsaison. Shirts werden gebraucht, ich nähe mir ein paar Hosen, ich teste hier, ich teste da.
Und wenn etwas fertig ist, dann mache ich ein Foto - oder mehrere - und zeige euch das hier.


Aber
das entspricht nicht der Realität.
Denn hie und da geht auch etwas schief. Und wenn es denn schief geht, dann bin ich regelmäßig echt genervt.
Meist liegt es daran, dass ich einen neuen Schnitt ausprobiert habe. Denn, ganz ehrlich, die meisten Schnitte halten nicht, was sie versprechen. Ich besitze nur einen erschütternd kleine Zahl an Schnitten, die ich NICHT anpassen muss.
Und das bei der Tatsache, dass ich schlanke, „normal gewachsene" Kinder habe. Die allermeisten Dinger, die ihr auf den Blogs so angepriesen bekommt, haben nämlich irgendwo einen Haken.
Keinen großen Haken, nichts Dramatisches. Man kann es am Ende schon anziehen. Aber richtig gut ist es eben sehr, sehr selten.

So ist es mir auch letztes Wochenende wieder ergangen. Ich wollte einen Schnitt ausprobieren. Wir haben diese coolen Wendepailetten bekommen … Katzenwendepailetten. Ich weiß nicht recht ob ihr nachvollziehen könnt, was das bedeutet.
Wir haben hier 2 Kater und in Folge davon 2 völlig katzenverrückte Kinder.
Weiter sind Wendepailetten seit ein paar Jahren der Renner unter den Mädels.
Ergo
Große Begeisterung.

Ich plante ein eher cooles Shirt in brilliantem Mausgrau ;-) (die kleine Miss ist leider für bunt nicht mehr zu haben), vielleicht ein wenig Pepp an den Ärmel, wenn möglich/nötig ein Schriftzug mit Stoffmalfarbe über der Appli.

Und dann hängt der Ausschnitt des Shirts runter bis zu den Brustwarzen … leicht übertrieben. Aber der Ausschnitt war zweifelsfrei . viel . zu . tief.
Ich habe herumgetüftel, woraufhin dann wiederum die Ärmel zu knapp wurden und unter der Achsel einengten.
Krise.
Mutter am Boden zerstört, Tochter am Boden zerstört, weil Mutter am Boden zerstört. Mutter verzweifelt, weil Tochter am Boden zerstört, weil Mutter zu schwach.
Ich sag’s euch, frau hat’s nicht leicht.

Wir haben die Wendepailetten zur Seite gelegt und reden die kommenden Tage nochmal drüber. Keine Sorge, wir lassen uns nicht unterkriegen. Ich wollte dieserlei Info aber auch mal mit euch teilen, denn es näht sich eben nicht immer reibunglos.

Oder wie ist das bei euch?


 
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